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Öffentlicher Vortrag: Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg


Kulturreferent Peter Grab, Götz Beck, GF Regio Augsburg GmbH sowie Nicolas Liebig, GF LPV Stadt Augsburg.
10.1.2012, 18.15 Uhr, WZU, Gebäude U, innocube, Raum 101.
Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Landesgeschichtlichen Kolloquiums

 

 

Augsburg hat am 10. Juli 2012 seine Interessenbekundung zur Aufnahme der historischen Wasserwirtschaft in die Tentativliste (nationale Vorschlagsliste von Kultur- und Naturstätten) für das UNESCO-Welterbe eingereicht. Ihr Titel fasst zusammen, was Welterbe werden soll: „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“.

 

„Da unter den heute rund 940 Welterbestätten weltweit nur zwei mit der Bewirtschaftung und Nutzung von Süßwasser zu tun haben und auch die Industriekultur ein rares Welterbegut darstellt, dürfen sich die Stadt Augsburg und ihr Umland berechtigte Hoffnungen auf einen erfolgreichen - wenn vielleicht auch langjährigen - Bewerbungsprozess machen“, erläuterte im Sommer Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Welterbewürdig sind die Zeugnisse eines halben Jahrtausends Augsburger Wasserwirtschaft allemal: Kanäle und Wassertürme, Augustus-, Merkur- und Herkulesbrunnen sowie frühe Wasserkraftwerke, die einzigartigen hydrotechnischen Modelle im Maximilianmuseum, aber auch die Schriften, Skizzen, Drucke und Gemälde zu Wasserbau und Wassertechnik in Augsburger Archiven, Bibliotheken und Museen. Ab 1416 entstand das Wasserwerk am Roten Tor; seit 1902 gewinnt das erste Wasserkraftwerk Augsburgs auf der Wolfzahnau Strom. Zu der Interessensbekundung wurde auch ein Begleitbuch „Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg“ publiziert (19,90 Euro, context Verlag Augsburg).

 

Das Konzept der Unesco Interessensbekundung soll in der Vortrag dargestellt und diskutiert werden, Anknüpfungspunkte zur historischen und umweltorientierten Forschung an der Universität Augsburg sollen hergestellt werden.

Meldung vom 29.11.2012