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Neues Ausstellungsprojekt: Die Geschichte des Stickstoffs


Im kommenden Jahr feiert das Haber-Bosch-Verfahren sein 100stes Jubiläum. Mit diesem Verfahren wird großtechnisch seit September 1913, als die erste Anlage in Oppau / Ludwigshafen startete, Ammoniak aus den Elementen Stickstoff und Wasserstoff hergestellt. Auf den ersten Blick nicht besonders aufregend. Das Haber-Bosch-Verfahren ist aber die wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts, weil etwa die Hälfte der Weltbevölkerung von ihr abhängt. Durch das Verfahren wird Kunstdünger hergestellt, der für größere Ernten sorgt. Wenn die Bevölkerung weiter wächst, wird auch die Abhängigkeit von der Ammoniaksynthese weiter steigen. Kunstdünger hat neben seinen vielen positiven Wirkungen auch negative: Der Düngemitteleinsatz fördert die Eutrophierung von Binnengewässern und Küstengewässern und gefährdet die Artenvielfalt, zudem wirken Abbauprodukte von Kunstdünger als Treibhausgase. Die vom Carl-Bosch-Museum in Heidelberg und dem WZU entwickelte Ausstellung soll im Juni 2013 eröffnet werden und erläutert mit vielen interaktiven Exponaten die atemberaubende Welt des Stickstoffs.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Meldung vom 04.09.2012