Suche

Meteorite und kosmischer Staub


13.04.2005 - 17:30 Uhr, Vortrag von Siegfried Haberer im Rahmen der Staubausstellung, Institut für Physik, Hörsaalzentrum, Hörsaal 1001. Im Anschluss besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, zu einer Führung durch die Staubausstellung am WZU.

Meteorite und kosmischer Staub kommen aus dem Weltall zu uns, und sie bringen Botschaften aus der Vergangenheit des Sonnensystems. Sie sind steinerne Fragmente festgehaltener Zeit, gefrorene Geschichte, Vagabunden aus der Urzeit. Die meisten verglühen als Sternschnuppe, doch gelegentlich erreichen Brocken auch die Erdoberfläche, wie zuletzt 2002 mit dem spektakulären Fall des so genannten "Neuschwanstein-Meteoriten". Die Herkunft des kosmischen Materials ist unterschiedlich. Die meisten Meteorite stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Einige wenige stammen auch von Planeten wie zum Beispiel Mars oder Mond.

Wo findet man die Meteorite? Oftmals werden sie in Wüsten gefunden, nicht, weil sie dort häufiger als anderswo niedergehen, sondern weil man die meist dunklen Steine auf dem hellen Untergrund leichter findet und weil sie nicht wie in feuchteren Gegenden durch Erosion zerlegt werden. Für die Wissenschaft ist die kosmische Materie, gleich ob sie als Meteorit oder als Staub niedergeht, von hoher Bedeutung, weil sich aus den Körpern Informationen über die Frühzeit des Sonnensystems herauslesen lassen. Meteorite werden heute nicht mehr als Kräfte der Zerstörung gesehen, sondern als Teil der Schöpfung; es ist möglich, daß sie einst die ‚Saat' des Lebens gebildet haben.

Von den Meteoriten, vom kosmischen Staub, und vor allem von dem Abenteuer, sie zu suchen und zu finden, erzählt der Vortrag von Siegfried Haberer im Physik-Hörsaal 1001 am 13. April 2005, 17.30, zu dem wir Sie herzlich einladen.

Siegfried Haberer zählt weltweit zu den erfolgreichsten Meteoritensammlern; insbesondere hat er in den Wüsten der arabischen Halbinsel mehrere einzigartige Mondmeteorite entdeckt. Er wird mehrere Meteorite, auch ein Stückchen vom Mond, mitbringen und von den Geschichten, die diese uralten Steine erzählen, berichten. Und natürlich geht es auch um die Abenteuer seiner Suche nach kosmischer Materie in den entlegensten Gegenden dieser Welt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an:
Jens Soentgen, 0821-598-3560

Meldung vom 05.06.2008