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Wasser - Kriegsgrund der Zukunft?


21.04.2004 - 14:00-16:00 Uhr, WZU-Diskussionsveranstaltung, Institut für Physik, Ebene 2, Raum 242

Diskussion mit:

  • Parl. Staatssekretärin Dr.Uschi Eid, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
  • Executive Secretary, Hama Arba Diallo, Secretariat United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD), Bonn
  • Dipl. Ing. Antonio Pires, Senior Advisor, Secretariat United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD), Bonn
  • Prof. Dr. Armin Reller, Wissenschaftszentrum Umwelt, Universität Augsburg
  • MdB Dr. Christian Ruck
  • Dipl. Pol. Isabelle Sécher, World Environment Center, New York / Augsburg
  • Dr. Jens Soentgen, Wissenschaftszentrum Umwelt, Universität Augsburg

Der Kampf um das Wasser wird in Zukunft eine der wichtigsten Konfliktursachen in der Welt werden. Manche Experten vermuten, daß Versorgungsmangel zu heftigeren Verwerfungen führen wird als die heutigen Glaubensauseinandersetzungen. Brennpunkte, an denen heute um den Zugang zum Wasser gestritten wird, sind etwa die Regionen um den Aralsee, um Ganges, Jordan, Nil und am Euphrat und Tigris Becken. Die Kämpfe, welche in diesen Gegenden heute schon um das Wasser ausgefochten werden, werden in Zukunft an Schärfe zunehmen. Eine der Ursachen für die Konfliktverschärfung ist das explosionsartige Wachstum der Bevölkerung, die in den betroffenen Ländern nach neuen Berechnungen bis zum Jahr 2025 um 45 bis 75 Prozent wachsen wird. Um diese Menschen zu ernähren, muß die Agrarproduktion und damit der Wasserverbrauch massiv gesteigert werden. Doch die einzige erneuerbare Quelle für Süßwasser ist der kontinentale Niederschlag. Initiativen der UN und der Bundesregierung, aber auch Initiativen von Umweltschützern und Umweltwissenschaftlern versuchen schon heute, Lösungen für diese bedrohlichen Prozesse zu entwickeln. Die Diskussion mit hochkarätigen Experten aus Politik und Wissenschaft am Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg soll Zukunftsszenarien klären und politische und technische Wege für einen nachhaltigen Umgang mit unserer wichtigsten Lebensgrundlage diskutieren.

Meldung vom 04.06.2008