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Luftschadstoffe und Blutmarker


Akute und chronische Effekte von herkömmlichen und neuen Luftverschmutzungsindikatoren auf Blutwerte der Entzündung und Koagulation

 

Epidemiologische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Außenluftschadstoffen und kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität gezeigt. Dabei scheint eine systemische Entzündungsreaktion, die vor allem durch Partikel in der Außenluft hervorgerufen wird, eine Rolle zu spielen. In diesem Projekt sollen neuartige Luftschadstoffmarker im Zusammenhang mit neuartigen Gesundheitsparametern evaluiert werden. Es ist vorgesehen, zusätzlich zur traditionell gemessenen Größenverteilung den Zusammenhang mit neuartigen Luftschadstoffmarkern wie beispielsweise Partikeloberfläche, Partikeldichte oder Partikellänge, die eine Gesundheitsgefährdung unter Umständen besser charakterisieren, zu untersuchen. Zusammenhänge zwischen akuter Außenluftexposition und wiederholt gemessenen Blutmarkern, die Entzündung, Gerinnung und oxidative Aktivität widerspiegeln, sollen bei Patienten mit Typ 2 Diabetes, Patienten mit gestörter Glukosetoleranz und Patienten mit einer potenziellen genetischen Prädisposition bezüglich des Entgiftungsstoffwechsels, untersucht werden. Darüber hinaus sollen Blutmarker in einer historischen Kohorte vor, während und nach einer schwerwiegenden Schadstoffperiode im Jahr 1985 verglichen werden. Diese Blutmarker sollen zudem hinsichtlich einer Langzeitexposition mit Luftschadstoffen untersucht werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden dazu beitragen, (i) neue und vielleicht gesundheitsrelevantere Luftschadstoffmarker zu identifizieren, (ii) zu erklären warum Patienten mit metabolischen Störungen wie Typ 2 Diabetes besonders empfindlich auf Luftschadstoffe reagieren und (iii) Zusammenhänge zwischen Luftschadstoffen und kardiovaskulären Erkrankungen weiter zu klären.

 

Epidemiological research has shown that ambient air pollution is associated with an increase in morbidity and mortality of cardiovascular diseases. Hypotheses for chronic and acute impacts of air pollution, especially particulate matter, include a particle-induced systemic subclinical inflammation. The research proposed here will evaluate novel air pollution exposure metrics and analyse novel biomarkers of response. I plan to evaluate novel markers of air pollution such as particle density, particle surface or particle length which might better characterise hazardous properties of particles in addition to the traditionally measured size ranges of air pollutants. Associations between acute exposure to air pollution and repeatedly measured markers for inflammation, coagulation and pro-oxidant activity will be examined in participants with type 2 diabetes, patients with impaired glucose tolerance and individuals with genetic susceptibility on detoxifying pathways. Moreover, novel blood markers will be investigated in a population-based cohort in Augsburg comparing blood marker levels before, during and after a severe air pollution episode in 1985. In addition, associations between these blood markers and long-term exposure to air pollution will be analysed. The results of this work will (i) identify new air pollution parameters that might give better insight into the association with health outcomes than currently used size measures, (ii) explain why patients with metabolic disorders such as type 2 diabetes seem to be especially susceptible to air pollution and (iii) clarify hypothesised links between air pollution and adverse cardiovascular outcomes.

 

Projektleitung: Dr. Regina Pickford

 

Projektpartner: Institut für Epidemiologie II am HMGU (Prof. Dr. Annette Peters)

 

Projektlaufzeit: Juni 2013 bis Mai 2017

 

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)