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Stadtenergiemodell Wien


wienDie Stadt Wien erarbeitete zusammen mit der IPP-Arbeitsgruppe Energie- und Systemstudien und dem WZU ein Energie-Effizienzprogramm.

Der Haushaltssektor der Stadt Wien wurde mit Hilfe eines systemanalytischen Optimierungsmodells untersucht. Neben einem Trendszenario wurden mehrere Sparszenarien mit verschiedenen vorgegebenen Endenergieeinsparungen untersucht. Ergebnis ist, dass für jedes der Sparszenarien ein optimaler Maßnahmenmix, mit dem das vorgegebene Einsparziel zu den geringsten volkswirtschaftlichen Kosten erreicht werden kann.

Ziel des Projektes ist die Abbildung des Wiener Haushaltssektors mit Hilfe eines systemanalytischen Optimierungsmodells. Ermittlung des volkswirtschaftlich optimalen Maßnahmenmixes für verschiedene Endenergieeinsparungen.

Mit einem Energieeffizienz-Programm will die Stadt Wien ihren Endenergieverbrauch jährlich um ein halbes Prozent unter den prognostizierten Verbrauch senken. Was zunächst bescheiden klingt, ist tatsächlich ein anspruchsvolles Ziel: In den letzten zehn Jahren ist nämlich der Energieverbrauch in den Wiener Haushalten, im Verkehr, in Industrie und Gewerbe stetig angestiegen. Business as usual vorausgesetzt, würde er bis 2015 – so Berechnungen der Technischen Universität Wien – um weitere zwölf Prozent auf 42.000 Gigawattstunden klettern. Mit dem Sparprogramm sollte es gelingen, diesen Anstieg auf sieben Prozent zu bremsen.

Um zu untersuchen, wie Energie möglichst kostengünstig und ohne Komfortverlust einzusparen ist, wurde vor zwei Jahren eine Projektgruppe aus Wissenschaftlern und städtischen Fachleuten gegründet. Insbesondere die Haushalte, auf die ein volles Drittel des Gesamtbedarfs entfällt, wurden genau analysiert: Ausgehend vom Ist-Zustand der 168.000 Wiener Gebäude und der Ausstattung der 800.000 Haushalte mit Elektrogeräten wurden, mit einem von der Firma IRM AG entwickelten Rechenprogramm, mehrere Spar-Szenarien berechnet. Für die jeweils angestrebte Energieeinsparung liefert das Programm den volkswirtschaftlich optimalen Maßnahmenmix: „Eine Einsparung in den Haushalten von 900 Gigawattstunden im Jahr 2015 verursacht gegenüber "Business as usual" keine Mehrkosten, sondern spart im Gegenteil neben Energie auch Kosten ein.

Das Energieeffizienzprogramm wurde im Juni 2006 vom Wiener Stadtrat beschlossen. Die zuständigen Behörden arbeiten derzeit an den Detailplänen für die Umsetzung im kommenden Jahr. Begleitend wurde vom Konsortium IPP/IRM AG eine Studie zum optimalen Ausbau des Kraftwerksparks für das Unternehmen Wienstrom erarbeitet.

Projektdauer: 01.01.2005 - 30.11.2006

Projektleiter:
Dr. Stefan Winkelmüller