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Lerneinheit Stoffgeschichten für die Volkswagen AutoUni


Dieses Projekt umfasste zwei Phasen. Das Resultat der ersten Kooperationsphase mit der VOLKSWAGEN AG bestand darin, ein ganzes Modul „Nachhaltige Technologieentwicklung“ für die VOLKSWAGEN AutoUniversität auszuarbeiten. In der zweiten Phase wurden für die weitere Ausgestaltung und konkrete Durchführung dieses Moduls unterschiedliche Dienstleistungen angeboten. Zum ersten wurde Herr Prof. Dr. Heiner Boehncke dafür gewonnen, eine Eingangs-Schreibwerkstatt zu veranstalten, in denen die Studierenden bei VW Utopien der Mobilitätsentwicklung entwerfen sollten. Zum zweiten wurde unter Mitarbeit aller AutorInnenvier Lehrbriefe zum Thema Stoffgeschichten entwickelt (Materialien zum Online-Lernen), die für die Weiterentwicklung des Konzeptes wie seiner Verbreitung in der Lehre von großer Bedeutung sind. Zum dritten wurde ein halbtägiges Blockseminar bei VW durchgeführt (Dr. Stefan Böschen). Schließlich hatte Prof. Dr. Armin Reller die Aufgabe, die gesamte Präsenzphase dieser Lehreinheit zu moderieren. Vor dem Hintergrund der großen Resonanz dieses Themas bei den Studierenden und auch der guten bis sehr guten Kritik ist geplant, diese Lehreinheit auch im kommenden Jahr bei VW anzubieten. Dabei ist vorgesehen, sie zugleich in zwei Modulen zum Einsatz kommen zu lassen.

Die zentrale Bedeutung dieses Projektes liegt in der Konzeptionierungund konkreten Durchführung einer Lehrveranstaltung, die sich der Methodologie der WZU Stoffgeschichtenwidmet. Hierfür sollten Online-Lehrmaterial wie Materialien für einen Präsenzworkshop entwickelt werden. Darüber hinaus war auch eine intensive Betreuung der Studierenden der VW AutoUnizu garantieren und mit entsprechenden Online-Lernformen zu unterstützen.ProjektzielFür diese Lehreinheit musste zunächst eine Gesamtrahmenkonzeption entwickelt werden. Diese wurde mittels Literaturarbeit und in Abstimmung mit WZU-Mitgliedernerarbeitet. Zentral war dabei ein dreistufiges Vorgehen. In einem ersten Schritt sollten die Studierenden Visionen, Utopien der Mobilitätsentwicklung für sich aufzeichnen. In einem zweiten Schritt sollen sie wichtige Tools zur Beurteilung von Technologien kennen lernen und in einem dritten Schritt schließlich die Utopien in konkrete Szenarien übersetzen. Dabei spielen die im zweiten Schritt eingeführten Stoffgeschichten nicht nur eine besondere Rolle bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit von bestimmten Stoffen und Produkten, sondern auch bei der Stimulierung von Kreativität –um den anderen als vertrauten Blick zu üben. Dazu wurden konkrete Stoffgeschichten (historisch: FCKW; aktuell: Silicone) aufgegriffen und der besondere Perspektivenwechsel herausgestellt, unter dem das Problem erst zu erkennen war.

Die Lehreinheit wurde in der Summe gut bis sehr gut aufgenommen (von den Studierenden wie von den OrganisatorInnenvon VW). Allerdings wurde auch deutlich, dass der damit angestrebte Blickwechsel den Studierenden ausgesprochen schwer fiel und deshalb für die Weiterführung des Projektes stärker zu berücksichtigen ist. Dies geschieht bei der Vorbereitung für diebeiden geplanten Einheiten für 2005.

Projektdauer: 01.01.2004 - 30.11.2004

Projektteam:
Projektleitung: Prof. Dr. Armin Reller
Dr. Stefan Böschen, Dr. Luitgard Marschall, Dr. Jens Soentgen