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Stoffgeschichte Aluminium


Die Art und Weise, wie wir mit Stoffen und Materialien umgehen, erlaubt wesentliche Rückschlüsse auf die Mensch-Umwelt-Beziehung. Auch für die Beurteilung von Fragen, die tiefgreifende Umweltprobleme betreffen, ist ein fundiertes Wissen über den menschlichen Umgang mit Stoffen erheblich. Bislang befasste sich die historische Umweltforschung, angestoßen durch aktuelle Problemlagen, jedoch hauptsächlich mit übergeordneten Themenkomplexen wie der industriellen Wasser- und Luftverschmutzung. Eine andere Vorliebe galt der Herausbildung von Naturideen und Naturvorstellungen. Der Geschichte einzelner Stoffe und Materialien als wichtige Schnittstellen der Mensch-Umwelt-Beziehung widmeten Umwelthistoriker hingegen bislang wenig Aufmerksamkeit. Das vorliegende Projekt, reagiert auf dieses Versäumnis, indem es sich mit der Geschichte einer einzelnen Substanz, dem Aluminium, auseinandersetzt. Die stoffzentrierte Perspektive besitzt ein hohes analytisches Potential: Nicht nur vermag sie ein neues und ungewohntes Licht auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Metall zu werfen. Sie regt auch dazu an, in globalen Kategorien zu denken, Vergleiche zu ziehen und unterschiedliche Umgangsformen mit natürlichen Ressourcen kritisch zu reflektieren.

Das Projekt wird auf der Grundlage eines Stipendiums der Gerda-Henkel-Stiftung und der Andrea-von-Braun-Stiftung bearbeitet.

Projektdauer: 01.06.2005 – 31.05.2007

Projektleitung:
Dr. Luitgard Marschall