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Interdisziplinärer Aufbaustudiengang Umweltethik


Der viersemstrige Aufbaustudiengang vernetzt naturwissenschaftlich-technisches, ökonomisches, philosophisch-theologisches, soziologisch-politisches, psychologisch-pädagogisches und juristisches Wissen zur ökologischen Frage mit ethischer Kompetenz der Normfindung und -begründung. Er ist interdisziplinär und dezentral organisiert; die Federführung liegt bei der Katholisch-theologischen Fakultät. Voraussetzung für den Studiengang ist ein abgeschlossenes berufsqualifizierendes Hochschulstudium oder ein FH-Abschluss mit der Note 1,5 oder besser. Das Studium kann bereits während des grundständigen Studiums oder berufsbegleitend aufgenommen werden. Es fallen keine Studiengebühren an. Der Aufbaustudiengang ist für fünf Jahre genehmigt und muss dann evaluiert werden.

Ziel ist die Vermittlung normativer ökologischer Kompetenz auf interdisziplinärem Fundament. Absolventinnen und Absolventen sollen auf diese Weise in verschiedenen Feldern – Unternehmen, Behörde, Verband, Politik etc. – normativ-ökologische Kompetenz einbringen und zukunftsfähige Lösungen ökologischer Probleme begründet erarbeiten können.

Im Zweitraum von 1998 bis 2002 wurde in persönlichen Gesprächen die Vernetzung der umweltbezogenen Angebote der verschiedenen Fakultäten der Universität Augsburg unter dem systematischen Fokus ihrer Integrierbarkeit in einen Aufbaustudiengang Umweltethik, der umfassende ökologische Urteils- und Begründungskompetenz erzeugen soll, angegangen. Im Benehmen mit dem Kultusministerium, mit der Rechtsabteilung und dem Prüfungsamt der Universität Augsburg wurden die Prüfungs- und Studienordnung für diesen Aufbaustudiengang erarbeitet. Im Januar 2002 wurden der Aufbaustudiengang und die regelnde Prüfungs- und Studienordnung vom Kultusministerium für zunächst fünf Jahre genehmigt.

Das Projekt ist erfolgreich etabliert, da der Aufbaustudiengang vom Kultusministerium genehmigt wurde und im WS 2002/2003 begonnen wird. Der Aufbaustudiengang wurde explizit begrüßt von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Explizit äußerten sich der Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen, Dr. Werner Schnappauf, der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, der Präsident des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz, Christoph Himminghoffen, der Inhaber der Öko-Brauerei Lammsbräu, Dr. Franz Ehrnsperger, sowie der Präsident der IHK München und Oberbayern, Dr. Claus Hipp. Alle Genannten sehen mit dem Aufbaustudiengang Umweltethik ein Aufbaustudiengang Umweltethik dringliches Desiderat der Umweltbildung und ökologischen Kompetenzvermittlung erfüllt.

Trotz der geringen Vorlaufszeit für Werbemaßnahmen – bedingt durch eine verzögerte Zustellung des ministeriellen Genehmigungsbescheids Anfang Juli 2002 – kann der Aufbaustudiengang für das WS 2002/2003 bereits acht Immatrikulierte verzeichnen, darunter auch ein Studierender aus den USA. 2003 muss im Zeichen der weiteren Werbung für das Aufbaustudium stehen. Zum Ende des SoSe 2003 erscheint zudem eine Evaluation der Struktur der interdisziplinären Vernetzung der Lehrveranstaltungen angebracht.

Projektdauer: 1998 - 2002

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Thoams Hausmanninger, Katholisch-theologische Fakultät